Nun ist er endlich fertig, der Moseskorb für das Kinder- und Jugendhospiz „Sternenzelt“ in Bamberg. Er ist gedacht für den Abschied von den Kleinsten, um in diesen dunklen Stunden ein wenig Geborgenheit und Würde zu spenden. Doch wünsche ich mir noch viel mehr, dass er gar nicht erst gebraucht wird.
Zum Technischen:
Ich habe einen flachen Boden benötigt und mit Holzleisten kann man mit dieser Technik im Grunde fast jede Größe flechten. Die Berechnung der Eck-Bodenstöcke, die beigesteckt werden müssen, ist nicht ganz leicht, aber auch das gemeistert. Ich habe mich für ein schlichtes Geflecht entschieden und mich so im Rumpf hochgeflochten. Eine Form hatte anfangs geholfen, dass es auch in dieser Größe nicht eskaliert. Aber schon bald flocht ich ohne, es war einfacher. Am Kopf- und Fußende habe ich noch etwas aufgeflochten und so eine organische, lebendige Form bekommen. Der Zuschlag war nicht ganz ohne, es waren 90 Staken und draußen warm (was insgesamt während des Flechtens ein Problem war, außer als ich im Regen flocht) aber mit einem Zerstäuber konnte ich die Weiden geschmeidig halten. Und zu guter Letzt sollte auch ein Bezug zum „Sternenzelt“ geschaffen werden. Erst dachte ich an Sterne aus geschälter Weide, aber bemerkte, dass es nicht passte, denn es fiel zu wenig auf und war dabei gleichzeitig störend. Also nahm ich ungeschälte grüne Weiden und habe drei kleine Begleiter an die Außenseite und einen großen Stern auf die Innenseite auf Höhe des Kopfes mit Weidenschienen befestigt. Worüber ich sehr erstaunt bin: wie unfassbar gut das geklappt hat und wie fest diese Sterne sind.































