Stuhlgeflechte zu erneuern ist die häufigste Auftragsarbeit, die man als Flechter für gewöhnlich bekommt. Eine Arbeit, die ich auch sehr gerne machen. Lernen aber kann ich am meisten, wenn es Aufträge sind, die eher unüblich sind. So durfte ich einen Rückentragekorb – eine Heukraxe -nachflechten, die zwei sehr netten Menschen für eine lange Zeit eine große Hilfe bei der Versorgung ihrer Schafe war. Es brauchte zwei Versuche, aber am Ende waren alle glücklich – sogar ich 🙂
Es ist wieder soweit! Internationale Handwerksmesse! In München ist natürlich auch wieder die Staatliche Fachschule für Flechtwerkgestaltung vertreten und stellt aus! Die diesjährige Abschlussklasse hat sich dem Thema Mode und Flechtwerk zum anziehen gewidmet und hatte auch schon eine Modenschau dazu auf der IHM laufen!
Absolventen der verschiedenen Schulen wurden gefragt, ob sie nicht ein kleines Video aufzeichnen könnten, um die Möglichkeiten des Handwerks, die persönliche Faszination des gewählten Gewerks und die Zukunfsmöglichkeiten aufzuzeigen: und ich bin mit dabei. Ein kleines, feines 2min Video, das ihr dann vor Ort anschauen könnt. Oder hier (und zum Glück bin ich Handwerkerin und keine Filmemacherin 🙂 )
Besucht die IHM, wenn ihr könnt und geht vor allem in die Halle B, in der die gestaltenden Handwerke sich vorstellen! Lasst euch faszinieren von den Möglichkeiten und der Kreativität, mit der Jahr für Jahr Neues und Inspirierendes geschaffen wird!
Ich habe schon lange ein Faible für diese kleine Technik mit den Blümchen; damit kann man nicht nur kleine Schalen verschönern, sondern auch Schmuck gestalten. Neben Ohrringen, die ich schon in der Galerie habe, habe ich auch schon einen Haarreifen damit gestaltet und jetzt eine Kette. Eigentlich war das ein Rand einer Schale, aber die Maße passten nicht ganz und der Rand wurde leicht größer als die Schale; das sah nicht besonders elegant aus, aber wie glänzen diese Blümchen nun als Kette! Upcycling at it´s best!
–> Ich habe meine Abschlussprüfung abgelegt und mit einem sehr guten Abschlussstück vielleicht auch den Grundstein für meine flechterische Zukunft gelegt!
–> Ich durfte im Korbmuseum in Michelau i. Obfr. ausstellen und dabei die Vielfältigkeit der Weide zeigen!
–> Ich habe meine Meisterausbildung begonnen und in Vollzeit direkt nach der Korbfachschule in der Handwerkskammer den AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder, in Meisterschulen entspricht das dem Teil IV) gemacht und auch sehr gut bestanden.
–> Und den FkB – Teil (Fachfrau/-mann für kaufmännische Betriebsführung, in Meisterschulen entspricht das dem Teil III) habe ich auch angehängt und die Prüfungen schon alle hinter mir. Das Ergebnis wird aber wohl noch auf sich warten lassen.
Und jetzt? Jetzt habe ich wieder Kapazitäten für Pläne, für Versuche, fürs Flechten!!! Wie schön!!! Ich halte euch auf dem laufenden! Und bis dahin wünsche ich euch allen ruhige und frohe Feiertage und erst recht einen guten Rutsch in ein 2025, dass uns allen gewogen sein möge!
Das möchte ich euch nochmal besonders ans Herz legen: Das Wirtshaus zum Reiterhof veranstaltet am 22.12.2024 einen kleinen feinen Adventsmarkt, ich werde selbst auch vor Ort sein.
Der perfekte Ort für die Spätentschlossenen und Späteinkaufer, denn hier findet ihr schöne und einzigartige, selbstgemachte Dinge! Kunst, Schmuck, Flechtwerk… hier wird man fündig!
On top: Best Food in town! Win-win also! Kommt vorbei, wir freuen uns!
Die Vorbereitungen laufen und in drei Wochen ist es wieder soweit! Der wunderschöne und fantastische „Adventsmarkt im Sand“, auf dem ich schon letztes Jahr Flechtwerke zur Schau stellen und zum Verkauf feilbieten konnte, ist wieder am ersten Adventswochenende!
Er beginnt am 29.11. um 16 Uhr und geht bis zum 01.12. um 18 Uhr! Ganz konkrete Zeiten:
29.11. Freitag: 16:00 bis 20:30 Uhr 30.11. Samstag: 11:00 bis 20:30 Uhr 01.12. Sonntag: 11:00 bis 18:00 Uhr
Auf dem wunderschönen Elisabethenplatz in der Oberen Sandstraße in Bamberg findet ihr einen wunderschönen Adventsmarkt mit regionalen Produkten, Kunsthandwerk und Genuss!
Bitte nicht vergessen: ich bin etwas versteckt, nämlich im Innenhof des Backstübla. Dafür ist es da aber auch gemütlicher und es gibt Glühwein 😉
Ich bin ja inzwischen mit der Ausbildung fertig und damit eine Staatlich geprüfte Flechtwerkgestalterin. Und das ist wunderbar, fantastisch, famos und zauberschön! Doch ich bin eine sehr neugierige Flechtwerkgestalterin! Deswegen habe ich mich nochmal ins Lernen gestürzt und kürzlich mit der Meisterausbildung begonnen. Erst ganz viel Theorie mit Teil III und Teil IV, später dann das ganze Fachbezogene. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich damit durch bin. Aber dieses Handwerk bietet so viel und verdient alle Unterstützung, die es bekommen kann. Je mehr ich weiß, je mehr ich kann, desto besser kann ich hoffentlich auch dafür sorgen und daran mitarbeiten, dass dieses – beste – Handwerke nicht ausstirbt und seine Wertschätzung bekommt. Drückt mir die Daumen! 🙂
Ich freue mich sehr, euch zu unserer Ausstellung einladen zu dürfen! Zwei meiner inzwischen ehemaligen MitschülerInnen und ich stellen im Deutschen Korbmuseum in Michelau i. Obfr. unsere Abschlussstücke bzw. auch freie Arbeiten aus.
Vernissage ist am 17. August 2024 um 14 Uhr und ich freue mich auf alle Interessierten und Neugierigen! Lasst euch überraschen, wie modern, kreativ und ästhetisch Flechtwerke sein können! Ich freue mich auf Gespräche, Anregungen und die Möglichkeit, meine Begeisterung zu teilen!
Nun ist es nach langen Vorbereitungszeiten und viel ausprobieren soweit: ich habe meine Ausbildung abgeschlossen! Zumindest sind alle Prüfungen geschrieben, geleistet und das Abschlussstück geflochten sowie auch präsentiert. Und in zwei Wochen weiß ich auch, wie die Ergebnisse sind.
Schon seit über 2 Jahren dachte ich über eine geflochtene Urne nach. Es war gut, dass ich mir Zeit gelassen habe. So konnte ich mir viele Gedanken über Vorgehen, Form und Absicht machen.
Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ich hatte mir viele Dinge einfallen lassen, für die ich anfangs noch nicht einmal eine ordentliche Lösung hatte… doch diese hatte sich Stück für Stück herausgebildet und alle wichtigen Aspekte konnte ich umsetzen. So ist die Optik geprägt von der durchgehenden Geometrie, dem Lichtspiel und einem ästhetischen Geflecht. Die Haptik ist hier nicht zu vernachlässigen: sie ist dank der Weidenschienen angenehm und immer interessant, weil die verschiedenen Ebenen den Fingern immer etwas interessantes zum erspüren geben.
Es wird eine kleine Mappe folgen, in der ich ausführlich auf meine Idee und die Hintergründe eingehen kann.
Der letzte Abschnitt meiner Ausbildung hat begonnen: Das Entwerfen, Entwickeln und Üben des Abschlussstückes. Tatsächlich bin ich da mittendrin, da ich aber ein Feinflechtprojekt verfolge und eine eigene Form dafür benötige, ist es noch in einem zähen und wenig fortgeschrittenem Stadium. Und dann suche ich mir natürlich auch gerne mal eine kleine Nebenbeschäftigung, ein side quest sozusagen. Ich wollte das hier schon lange mal ausprobieren: eine Schale mit den kleinen Blümchen und das am liebsten mit Weidenschienen. Wo wir ja schon in der Feinflechterei sind… Ich hatte erst mit Kamihimo-Bändern die Technik geübt, dann musste ich mir was überlegen, damit die Glanzseite der Schienen außen ist… nun, ich bin mit dem ersten Prototypen durchaus zufrieden… und hoffe, dass ich jetzt mit meinem Abschlussstück vorwärts komme und mich vollends hier reinstürzen kann 🙂
Auch dieses Jahr ist die Staatliche Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung auf der Internationalen Handwerksmesse in München (28.02.-03.03.2024) vertreten! Und zum dritten Mal in Folge (damit auch zum letzten Mal, da ich ja inzwischen im Abschlussjahr bin) werden Stücke von mir mitausgestellt! Der Hintergrund dieses Jahr: wir hatten im Lernfeld Möbelbau die Aufgabe für einen freien Sitzmöbelentwurf. Ich habe mich für einen Hocker entschieden, dessen Gestell aus Rattan gebogen wurde und mit Makramee-Garn ausgeflochten wurde, mit einer Art Fischgrätenmuster. Ich habe verschiedene Versionen ausprobiert, alle drei werden voraussichtlich ausgestellt. Mein persönlicher Favorit ist der Senfgelbe Hocker mit dem gelb-grauen Geflecht. Aber hier bin ich noch lange nicht am Ende. Ich habe noch viele Ideen und Verbesserungspläne und und und … in knapp einem Monat jedenfalls kann man vor Ort sich mal ansehen, was ich mir erdacht, erbaut und erflochten habe! Aus terminlichen Gründen werden wir Schüler wohl leider nicht durchgehend anwesend sein können, aber vielleicht sieht man sich und kann sich austauschen über dieses wunderbare Handwerk!
Ich bekomme jedes Jahr Zitronen und Orangen aus Sizilien. Weil sie auch noch Bio sind, lässt sich damit viel feines und leckeres machen, zum Beispiel Limoncello oder die sagenhaften Salzzitronen. Und die Zitronen müssen ja auch irgendwo aufbewahrt werden. Und für den kleinen feinen Bedarf in der Küche ist so eine kleine Schanze (Rahmenkorb) ganz fantastisch geeignet.
Salzzitronen lassen sich übrigens wie folgt zubereiten:
Zitronen waschen, vierteln oder sogar achteln, wenn besonders groß. In Einmachgläser schichten und jede Zitrone mit einem EL groben Salz bedecken. Gerne auch etwas nachdrücken. Mit kochendem Wasser auffüllen und dann verschließen. Ich persönlich koche sie noch für ca. 35min bei 90°C ein, das steht in vielen Rezepten nicht drin. 3-4 Wochen an einem warmen Ort lagern, immer mal umdrehen. Später dann kühl lagern.
Salzzitronen passen in fast jedes Gericht und auch der Salz-Zitronen-Sud am Schluss eignet sich fantastisch, um Soßen, Suppen etc. noch zu würzen.
Ich wünsche allen ein frohes Fest, ruhige Tage, Erholung, gutes und leckeres Essen (in gut verträglicher Menge ohne Völlegefühl), liebe Menschen, Lichter und Freude!
Wir werden uns an unserem geretteten Weihnachtsbaum erfreuen, den wir mit Hobelspänen vom Feinflechten und Sternenketten aus Vollweide geschmückt haben!
Am ersten Adventswochenende durfte ich meine ersten Markterfahrungen sammeln. Es war der zauberhafte „Adventsmarkt im Sand“ in der Bamberger Sandstraße, der viel Kunsthandwerk bietet und sehr schön gelegen ist. Insbesondere wenn man – wie ich – im Innenhof seinen Stand hat. Man fühlt sich ein bisschen wie ein Geheimtipp, weil es ein wenig versteckt ist, aber es ist wirklich zauberschön. Ich hatte charmante Unterstützung am Stand und war positiv überrascht, wieviele Menschen sich nicht nur für das Flechthandwerk interessieren, sondern auch die Schule und Lichtenfels/Umgebung als Korb- und Flechtzentrum kennen. Ich habe sehr spannende und bereichernde Gespräche geführt, viel Interesse wirken können und auch viel erzählen dürfen über das schönste Handwerk der Welt (ja, natürlich ist das schon etwas subjektiv 😉 ). Und ich durfte auch den einen oder anderen Korb verkaufen. Großes Interesse schuf auch der „Stern am Stiel im Sander Schilfsandstein“, der nicht nur sehr dekorativ war, sondern auch noch einen Zungenbrecher gratis bot. Ich fands toll und hoffe sehr, dass wir uns nächstes Jahr wieder sehen!
Und wer noch nicht genug hat, es gibt noch viele Flechter, die auf Märkten vertreten sind. Ein paar davon findet man auf der Seite des Verein Flechtwerk, der ein grandioses Netzwerk für Flechter und Flecht-Interessierte bietet.
Es ist schon wirklich spannend, wie lange man für so ein Korbmöbel braucht… der Sessel ist in der Schule entstanden. Ich habe ihn auf Wunsch des Hauptnutzenden dieses Sessels nicht nur Reseda-grün gestrichen, sondern auch die Sitzhöhe um glatte 5cm erhöht. Er passt auch perfekt. Zwischendurch fluchte ich nicht wenig, denn der lackierte Rahmen brachte die Schwierigkeiten mit sich, dass das Geflecht, das man oben in der Mitte der Rückenlehne beginnt, stets verrutschte.
Aber nun ist er fertig und passend zum Herbst kann man sich nun gemütlich zurücklehnen, die Lieblingsplatte hören und einen heißen Tee trinken. Gemütlichkeit kann so einfach sein.